Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis
Geschrieben von: einer Rettungsinsel aus   
Donnerstag, den 17. Januar 2008 um 15:09 Uhr
Samstag, 12.01.2008, neues Jahr, neues Glück und die Aussicht auf eine Vorentscheidung im Titelrennen. Als Gäste nach Hohenbrunn kamen die Mannen aus Rosenheim sowie der direkte Konkurrent um einen der Aufstiegsplätze – die 2. Herren des TSV Mühldorf.

Zur Einstimmung und Stärkung für den Spieltag gab es lecker Brunch (wie sich im Nachhinein feststellte ein schlechtes Omen). Fröhlich, gut gelaunt und voller Tatendrang wurde die heimische Halle für das bevorstehende Volleyballfest hergerichtet.
Erster Gegner für uns waren die tapfer kämpfenden Jungs aus Rosenheim. Am Ende jedoch nicht mehr als ein leichter Aufwärmgegner (O-Ton eines Rosenheimer Spielers). 3:0 (-13; -15; -12) für uns mit der Erkenntnis: Kräfte gespart und eine deutliche Steigerung musste her.
Pünktlich zum Beginn des Spitzenspiels fanden auch zahlreiche Zuschauer den Weg in die Halle, um Ihre Hohenbrunner nach vorne zu schreien und ihnen zum Sieg zu verhelfen. Nur irgendwie haben wir das nicht so richtig verstanden. Die Theorie besagt, das der Ball über die Schnur (also das Netz) in das 9x9m große Feld gespielt werden muss und zwar am besten so, das der Gegner keine Chance hat ihn abzuwehren und in irgendeiner Art und Weise auf die eigene Seite zurück zu bringen. Soweit so gut die Theorie. Nur liegen zwischen Theorie und Praxis komischerweise immer Welten. So auch bei uns. In der Theorie eine glatte 1, in der Praxis eher eine 4plus oder 3minus. Wer einem gleichwertigen Gegner pro Satz mind. 5 Punkte durch verschlagene Aufschläge schenkt kann nicht erwarten am Ende das Feld als Sieger zu verlassen. So auch hier geschehen. Kämpften wir uns in Satz 1 nach dreimaligem 3-Punkte-Rückstand immer wieder heran, war es am Ende zuviel des Guten. 0:1 und 23:25 für Mühldorf 2. Im zweiten Satz fruchtete die Ansprache unseres Coachs und wir gewannen ihn relativ souverän mit 25:18. Somit Satzstand 1:1 und wir obenauf. Doch leider war es nur ein kurzes Strohfeuer. Mühldorf stellte taktisch clever um und wir, nun ja, verfielen in die oben beschriebene Praxis zurück und verloren die Sätze 3 (21:25) und 4 (20:25). Schluss, Aus, Vorbei. Mühldorf feiert und Hohenbrunn weint. Big Points sehen anders aus! Dummheit muss bestraft werden, denn Mühldorf war nicht besser als wir, sondern einfach cleverer und weniger fehlerbelastet.
Was bleibt ist die Hoffnung auf ein Wunder und die Erkenntnis: Ein gemeinsamer Brunch vor dem Spieltag ist ein sicheres Anzeichen für ein verlorenes Spiel.


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Januar 2008 um 15:09 Uhr
 

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