Rabenschwarzer Tag doch noch von Erfolg gekrönt
Geschrieben von: Andreas Bergmann   
Sonntag, den 23. Oktober 2005 um 00:20 Uhr

Eine Niederlage, ein Sieg, drei Verletzte. Diese kurze Formel fasst den ereignisreichen Spieltag der ersten Herrenmannschaft vom TSV Hohenbrunn-Riemerling am Samstag in Gars knapp aber treffend zusammen. An einem Tag, an dem so ziemlich alles für die Hohenbrunner schief ging, kann sich das Team zumindest über den hart erkämpften Sieg über den TSV Erding freuen.

Aber eins nach dem anderen. Hoch motiviert waren die Jungs von Coach Harald Wüsteney in die Partie gegen den Vorjahres-Ersten vom TSV Gars gestartet. Nach dem starken Saisonauftakt vor 14 Tagen, mit zwei Siegen in der eigenen Halle, wollte man sich unbedingt an der Tabellenspitze halten. Doch die Mannschaft verschlief den Spielbeginn total, und schnell ging der erste Satz an die Gastgeber. Im zweiten Satz dann, als man sich gerade auf 19:19 herangekämpft hatte, passierte das Unglück. In der Auszeit platzte eine Wasserflasche und eine verirrte Glasscherbe traf das Schienbein von TSV-Mittelblocker Niko Römer und hinterließ dort eine klaffende Wunde. Mit seinen 19 Jahren zwar der Jüngste, gehört er trotzdem zu den Leistungsträgern im Team, und sein Ausfall war für die anderen nicht zu kompensieren. Während Mannschaftskollege Niko auf dem Weg ins Krankenhaus war, wo die Wunde genäht wurde, hatten sie den Gastgebern nach diesem Schrecken nicht mehr viel entgegenzusetzen. Die Partie ging schließlich mit 3:0 an den TSV Gars.
Doch das Pech verfolgte die Jungs weiter. Beim Einspielen für die nächste Partie gegen Erding zog sich Zuspieler Andreas Bergmann eine Kapselverletzung an der linken Hand zu. Er bestritt zwar noch den ersten Satz, zeigte sich jedoch von der Verletzung stark gehandicapt. Der Durchgang ging an die Erdinger. Der Trainer selbst musste sich nun auf der Spielmacher-Position einwechseln, führte seine neue Rolle jedoch sehr gut aus. Die Sätze zwei und drei gingen an Hohenbrunn. Dann kam auch schon die nächste Hiobsbotschaft. Bei einer Blockaktion zog sich Diagonalangreifer Philipp Harbeck eine Außenbandverletzung im linken Sprunggelenk zu und musste das Spielfeld verlassen. Noch schlimmer als sein Ausfall war die Tatsache, dass jetzt kein Auswechselspieler mehr zur Verfügung stand, und so musste Andreas Bergmann, trotz Kapselverletzung, wieder aufs Feld. "Wüsty" übernahm den Diagonalangreifer-Posten.
Der vierte Satz ging zwar wieder knapp an Erding, aber im alles entscheidenden Tie-Break holten die Hohenbrunner noch einmal das letzte aus sich heraus und konnten die Partie schließlich noch für sich entscheiden. Am Ende also doch noch ein versöhnlicher Abschluss für diesen ereignisreichen Tag. Ein Glück für die Mannschaft, dass jetzt erstmal wieder drei Wochen Pause bis zum nächsten Spieltag angesagt sind, in denen sich die Verletzten wieder erholen können. Zuhause in der Hohenbrunner Grundschul-Turnhalle trifft die TSV-Truppe am 12. November erneut auf Gars und auf den FC Kirchweidach. Ein hartes Stück Arbeit also, dass die Jungs dann hoffentlich wieder komplett bewältigen können.

Bergi

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. Oktober 2005 um 15:51 Uhr
 

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